2.Mannschaft : Spielbericht (2021/2022)

Sparkassen Westsachsenliga
11. Spieltag - 24.04.2022 15:00 Uhr
SV Mülsen St. Niclas   Meeraner SV II
SV Mülsen St. Niclas 0 : 0 Meeraner SV II
(0 : 0)

MSV II kommt nicht über torloses Remis im Mülsengrund hinaus

Am vergangenen Wochenende traf die Reserve des MSV auf den Tabellenvorletzten SV Mülsen St. Niclas. Die Gastgeber kassierten im letzten Spiel vor Ostern ein 4:0 beim VfB Empor, während der MSV II mit breiter Brust nach dem 4:1 Heimsieg im Derby über Waldenburg anreiste. MSV-Trainer Maschek vertraute seiner siegreichen Elf. Die Stimmung im Mülsengrund war dennoch gut, da die Reserve des SVN das Vorspiel gegen Blau-Gelb Mülsen II gewinnen konnte. Mit einem freundlichen „Glück auf im Mülsengrund“, wurden auch die Meeraner Spieler Hinke sowie N. und K. Richter begrüßt, welche allesamt einst für die Mülsener kickten. Schiedsrichter Kluge pfiff bei „Fritz-Walter-Wetter“ etwas verspätet an. Beide Mannschaften brauchten etwas, um ins Spiel zu kommen. Erste Annäherungen von Friedrich (SVN, 3‘) und Erler (7‘) blieben ungefährlich. Nach knapp zwanzig Spielminuten wurde es auch zunehmend ruppiger in den Zweikämpfen. Hinten stand die Meeraner-Verteidigung sicher, während der SVN oft die Zweikämpfe im Mittelfeld für sich entscheiden konnte. Die beste Chance der Mülsener verpasste Peschke am langen Pfosten um Zentimeter, nachdem Kunz über rechts durch war und scharf auf den langen Pfosten flankte (23‘). Quasi im Gegenzug dann auch die erste Großchance für die Gäste. N. Richter setzte einen Kopfball nach einer Hereingabe von außen knapp am Tor vorbei (24‘). Wenig später hatte Uhlig DIE Chance der ersten Halbzeit zur Führung auf dem Fuß. Nach einem langen Ball war der SVN-Stürmer frei durch vor Boguslawski, setzte den Ball jedoch überhastet rechts am Tor vorbei, wobei er den Ball anscheinend auch nicht richtig getroffen hatte (33‘). Ein weiterer Abschluss von Peschke blieb ungefährlich (37‘).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber besser aus den Kabinen. Dabei verpassten diese es jedoch gleich bei zwei Großchancen, in Führung zu gehen (55‘ u. 60‘). Ein weiterer Fernschuss der SVN-Kicker aus 25m segelte knapp am Tor vorbei. Der MSV II hatte sichtlich Probleme ins fahrige Spiel zu finden. Oftmals wurden von beiden Seiten nur lange, hohe Bälle geschlagen, welche dann über Freund und Feind hinweg flogen, mal mehr, mal mit weniger Passgenauigkeit. Die Schlussphase hatte dann dennoch wieder einige Aufreger zu bieten. Nach ca. 70min lief erneut ein Mülsener aufs Meeraner Gehäuse zu. Boguslawski zögerte kurz beim Herauskommen, entschied sich dann doch, aus dem Tor zu stürmen und geriet mit einem SVN Stürmer in den Zweikampf, worauf Letzterer nach einem Kontakt zu Fall kam. Schiedsrichter Kluge zeigte aber direkt weiterspielen an – strittige Szene! Meerane hatte danach selbst den „Lucky Punch“ auf dem Fuß. Nach einer Beitlich-Hereingabe von rechts kam N. Richter im Strafraum an den Ball, sein Abschluss rutschte ihm etwas über den Schlappen, sodass ein SVN-Verteidiger in höchster Not den Schuss blocken konnte. Richters zweiter Versuch flog dann links am Pfosten vorbei (78‘). Ein weiterer Angriff wurde durch die Meeraner Eiwechsler inszeniert. K. Richter bediente M. Maschek, der wiederum das Auge für Beitlich auf Außen hatte. Dessen straffer Vollspannschuss strich jedoch am langen Eck vorbei (84‘). Zwei weitere Abschlüsse von K. Richter (84‘, links vorbei sowie 90‘ knapp drüber) fanden ebenso wenig den Weg ins Eckige. So pfiff Kluge beim Stand von 0:0 mitten in einem Meeraner Angriff ab.

Am Ende kann der MSV II wahrscheinlich dennoch besser mit dem Punkt leben als die Gastgeber, denn so blieb zumindest der Abstand nach unten der Gleiche. Da auch die restlichen Mannschaften positive Ergebnisse aus Meeraner Sicht erzielten, bleibt der MSV II mit dem Punktgewinn Tabellenachter. Der SVN bleibt Vorletzter mit nun zwei Punkten Rückstand auf den TVO (12.), auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

                                                                                                                      Jean Michel Beyer


Quelle: fußball.de